21. JUNI 2012

Bereits zum vierten Mal wurden Schülerinnen und Schüler für besondere Verdienste ausgezeichnet. Da die Stadthalle an jenem Donnerstag, 21. Juni 2012, gesperrt war, fand diese feierliche Zeremonie erstmals in der neuen Eingangshalle unserer Schule statt.

Wie immer, brachte es Herr Schepp treffend formuliert auf den Punkt, was das Besondere an den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2011/2012 ausmachte.

Im Folgenden zitiere ich die Rede von Herrn Schepp:

„Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kollegen, guten Morgen!
Teil 1
Die meisten von euch wissen schon, was jetzt heute hier passieren soll, andere sind bestimmt ganz neugierig. Besonders die fünften Klassen haben wahrscheinlich keine Ahnung, was das hier soll.

Einmal im Jahr ehren wir Schülerinnen und Schüler, die sich ganz besonders für unsere Schule, also für uns alle, eingesetzt haben. Es geht dabei nicht um gute Zensuren, was natürlich auch nie schädlich ist, nein, wir gucken uns an, wer sich in diesem Schuljahr oder auch schon davor, als hilfsbereit und freundlich gezeigt hat. Wer wird nicht nur von seinen Mitschülern für diese Art geschätzt, sondern engagiert sich auch für unser Schulleben. Oft genug können wir Lehrer nicht auf alles achten, alles im Blick haben oder an alles denken. Da ist es ganz wichtig, dass unsere Schüler/innen auch mitdenken, mitgehen und mithandeln. Vielleicht kann das noch nicht jede und jeder. Man muss manchmal erst lernen, dass es noch mehr gibt als meine eigenen Interessen und Wünsche. Aber das, was mir gut tut, kann ja auch den anderen gut tun: Wichtige Regeln, die alle einhalten sollten, eine saubere Schule, tolle Präsentationen und Aufführungen, sportliche Leistungen. Das ist doch etwas, was man nicht nur für sich selbst tut, davon können alle profitieren.

Schüler/innen, die so sind, haben wir an unserer Schule. Und weil wir das manchmal als zu selbstverständlich nehmen, soll heute ein Tag sein, an dem wir diese Schüler/innen ehren und ihnen ein Lob aussprechen. Nicht nur von uns Lehrern – sondern wir alle, ihr alle, wir wollen diesen Menschen danken und sagen: Das hast Du gut gemacht!

Zum vierten Mal tun wir das nun und wir können jedem sagen: An dieser Schule muss ich nicht nur Leistungen bringen, hier werden nicht nur Zensuren verteilt, nein, hier sieht man auch, dass Menschen Lob brauchen und auch Lob verdient haben. Vieles läuft hier gut. Und viele Schüler haben ihren Anteil daran. Gerade während unserer 100-Jahr-Feier haben wir doch gemerkt, dass wir eine richtige Schulfamilie sind. Es war nicht nur eine Feier, die uns Lehrern oder Ehemaligen wichtig war. Es war auch euer Fest. Ihr habt Speisen hergestellt, habt gebastelt, geschleppt und sauber gemacht, ihr habt Theater gespielt und gesungen, getanzt und verkauft, gemalt und geholfen, wo Hilfe gebraucht wurde.

Klar, es gibt immer ein paar wenige, die sich herausnehmen, die kein Interesse zeigen, aber das sind nicht viele und auch sie werden bemerkt haben, dass Schule viel mehr sein kann als pauken und büffeln und Vokabeln lernen und Angst vor schlechten Zensuren zu haben. Und vielleicht machen sie sich Gedanken darüber, dass es uns anderen mehr bedeutet und wir Spaß daran haben. Euch allen danken wir ganz herzlich für euren Einsatz während dieser Festwoche und davor. Unser Jubiläum war sehr erfolgreich und wir haben uns von unserer besten Seite gezeigt. Beim nächsten Jubiläum, dem 125., seid ihr alle erwachsene Leute. Dann werdet ihr euch vielleicht an diese tolle Festwoche zurückerinnern und sagen: Das war richtig klasse damals – und ich war dabei.

Teil 2
Nun wollen wir nicht länger warten und euch erzählen, welche Schüler in diesem Jahr eine lobende Anerkennung erhalten sollen:

Einige der Schüler, die wir in diesem Jahr auszeichnen wollen, kommen aus dem 10.Schuljahr. Wie ihr alle wisst, haben wir die Zehntklässler am letzten Freitag verabschiedet, sodass sie heute nicht mehr hier dabei sind. Aus diesem Grund haben wir diese Schüler während der Entlassungsfeier geehrt. Sie haben sich besonders während der 100-Jahr-Feier, aber auch durch ihren weiteren Einsatz für die Schule, hervorgetan. Ausgezeichnet haben wir Oke Lorenzen, Tarik Jannsen, David Wehder, Henning Krämer, Lucca Spottock und Tordis Jannsen.

Aber nun zu denen, die hoffentlich hier sind und heute ausgezeichnet werden. Von der 100-Jahr-Feier habe ich ja schon berichtet. Natürlich sollte sie auch schon im Vorfeld mit vielen schönen Ereignissen für euch verbunden sein. Viele haben tolle Ausflüge gemacht, mal etwas Besonderes unternommen oder einfach mal Spaß mit der Klasse und dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin gehabt. Da war dann auch mal wieder Zeit für Gespräche, miteinander lachen oder Dinge anzugehen, die sonst manchmal zu kurz kommen. Andere haben von diesen schönen Erlebnissen nicht so viel gehabt, weil sie sich ganz aktiv an der Vorbereitung des Festes beteiligt haben. Besonders die höheren Jahrgänge betraf das. Wir möchten auch denen danken, die einfach viel tragen und schleppen mussten, die hier vor Ort gebraucht wurden, damit alles so reibungslos ablaufen konnte. Das habt ihr super gemacht! Einige Schüler/innen und Schüler sind uns da besonders aufgefallen. Ich werde gleich die Namen nennen, bitte euch aber noch nicht nach vorne zu kommen, damit ihr alle zusammen hier vorne begrüßt werden könnt.

Stellvertretend für so viele von euch, möchten wir uns bei einigen Schülern und einer Schülerinnen bedanken. Übrigens fällt in diesem Jahr auf, dass es hauptsächlich Jungen sind, die diesmal ausgezeichnet werden. Wer also meint, Jungen sei die Schule gleichgültiger als Mädchen, hat sich geirrt. Und vielleicht ist es ja Ansporn für unsere Mädchen zu sagen: Nächstes Mal soll das aber anders sein!

So wie dieses Mädchen. Sie war während unseres Jubiläums unermüdlich bei der Sache. Das wundert uns nicht, denn sie hat Interesse an ihrer Schule. Man hat immer den Eindruck – und es ist wohl auch so – dass sie gerne zur Schule kommt. Sie ist unaufdringlich, muss sich nicht in den Vordergrund spielen, sie hat eine sehr fröhliche und freundliche Ausstrahlung und eigentlich kennen wir sie alle nur lächelnd. Bei vielen Unterrichtsthemen merkt man an ihren Äußerungen, dass sie das Herz auf dem richtigen Fleck hat. Sie ist hilfsbereit und man kann mit ihr lachen – im Grunde ist das eine Auszeichnung für unsere Schule, aber heute wollen wir ja sie auszeichnen und sagen: Die Eider Treene Schule dankt dir für deinen Einsatz und möchte dir ein besonderes Lob aussprechen: Magdalena Evers.

Teil 3
Der erste Schüler, den wir gleich auszeichnen werden, ist ein Freund von unserer Magdalena. Sie sind vielleicht auch deshalb gut miteinander befreundet, weil sie sich in vielen Dingen ähnlich sind. Auch er ist ein herzlicher Mensch. Er würde sich nicht über andere lustig machen oder ihre Schwächen hervorheben. So wie er es für sich selbst auch in Anspruch nehmen darf. Und auch wenn er meistens guter Laune durch die Schule geht, kann er auch ein sehr nachdenklicher junger Mann sein. Er konnte in den Jahren ein starkes Selbstbewusstsein aufbauen und muss nicht immer das tun, was andere auch tun.
Er zeigt uns: Sei du selbst, dann bist du stark! Er beteiligt sich gerne an Schulaktionen, ob er nun auf der Bühne tanzt oder singt oder einfach Rhabarber-Chutney verkauft. Die Eider-Treene-Schule dankt ihm für seinen Einsatz während der 100 Jahr Feier, aber auch für sein freundliches Wesen, das uns allen gut tut: Wir zeichnen heute aus: Kevin Clasen.

Unser nächster Schüler, den wir auszeichnen möchten, ist ein junger Mann, der nie Nein sagen würde, wenn man ihn um etwas bittet. Auch ihn kennen wir hauptsächlich lächelnd und fröhlich. Er übernimmt Verantwortung ganz selbstverständlich und unauffällig. Streitereien und ähnlichen Stress mag er gar nicht und deshalb strahlt er, umso älter er wird, auch immer mehr Ruhe und Gelassenheit aus.
Im Unterricht merkt man, dass er bei interessanten Themen, sehr neugierig und aufgeschlossen alles aufnimmt, was passiert und gesagt wird. Seine Antennen kriegen dann alles mit und er fragt auch interessiert nach. Aber seine größte Leidenschaft ist nicht unbedingt die Schule – und das muss es auch nicht sein – seine größte Leidenschaft gehört dem Sport – oder genauer gesagt: dem Fußball.
Er hat sich also nicht nur bei dem Jubiläum engagiert – zum Beispiel hat er zuverlässig mit Herrn Struck und mir unsere Fotoausstellung aufgehängt, sondern er zeigt sich auch oft als Fußball-Schiedsrichter: aufmerksam und fair. Die Eider-Treene-Schule dankt ihm für seinen Einsatz und wünscht ihm, dass er auch mal bei einer Fußball-EM auf dem Rasen steht und wir für ihn jubeln dürfen: Vielen Dank, Tarek Yassine.

Die nächsten beiden jungen Männer hatten einen großen Anteil daran, dass unsere Aufführungen in der Stadthalle erfolgreich verlaufen sind. Während andere eine ruhigere und entspanntere Zeit verbringen konnten, haben die beiden daran gearbeitet, dass unsere Tänzer, Sänger und Schauspieler auf der Bühne glänzen konnten. Dabei war es ihnen gar nicht wichtig, selbst im Mittelpunkt zu stehen. Sie wollten einfach, dass alle Darbietungen den richtigen Rahmen kriegen, dass man alles sehen und hören konnte. Es sind zwei unaufgeregte Jungen, die in aller Ruhe und Freundlichkeit ihre Arbeit tun. Eine Arbeit, die auch bedeutete, außerhalb der gewöhnlichen Schulzeiten hier zu sein. Nicht weil sie sich nicht von der Schule trennen konnten, sondern weil ihnen ihr Verantwortungs-bewusstsein sagte: Ich muss hier helfen. Man braucht mich.
Nebenbei sollte man erwähnen, dass sie interessierte junge Bürger dieses Landes werden. Politik, Geschichte, Allgemeinwissen – das macht ihnen nicht nur Spaß, sondern sie wissen, dass man nicht blind durch die Welt gehen darf, sondern sich seine Meinung bilden sollte, um mitreden zu können. Es gibt eben nicht nur das “Ich” und was mir wichtig ist, es gibt eben auch das “Wir” und das, was für uns alle wichtig ist. Schon aus diesem Grunde sind sie hilfsbereit, aufmerksam und offen für Neues und Spannendes. Die Eider-Treene-Schule dankt diesen beiden Schülern für ihren unermüdlichen Einsatz während der 100 Jahr Feier, besonders ihren technischen Einsatz: Einen großen Dank an Martin Bloch und Clemens Sass.

Teil 4
Einer Schülerin und einem Schüler wollen wir noch danken, die heute nicht da sein können, weil sie mit ihrer Klasse, der 9b, unterwegs sind. Aber die Klassenlehrerin Frau Topf wird den beiden morgen ihre Auszeichnungen übergeben. Es handelt sich um den jungen Mann, der ganz alleine bereit war auf die Bühne zu gehen und uns dort mit seinem Diabolo beeindruckte. Außerdem eine Schülerin, die in den Kursen von Frau Schwerdt, einen großen Eindruck hinterließ. Beim Eis-Cafe oder beim alten Wohnzimmer. Sie hat sich nicht nur engagiert, sondern mitgedacht und mitgemacht. Es sind Malte Cornils und Gyde Carstens-Sommer.

Und nun bitte ich alle Genannten zu uns nach vorne.

Die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen war an unserer Schule schon immer wichtig. In unserem Keller türmen sich die Auszeichnungen und Pokale. Laufen, Fußball, Handball, Boßeln usw. – das waren und sind immer besondere Erlebnisse, zu denen sich auch immer schnell Schülerinnen und Schüler fanden und finden, um für unsere Schule dabei zu sein. Dass das in den letzten Jahren auch weiterhin ganz intensiv und aktiv genutzt wird, ist übrigens auch ganz besonders Herrn Asmussen zu danken. Beim Sport geht es nicht ohne Einsatz, Leidenschaft und Fairness. Aber dafür, dass es immer fair zu geht, muss auch gesorgt werden, wenn die Beteiligten das mal kurzfristig vergessen. Dafür braucht man häufig Schiedsrichter. Keine leichte Aufgabe, denn man muss auch aushalten kann, dass sich irgendjemand immer ungerecht behandelt fühlt. Man muss sehr aufmerksam sein, dass einem nichts entgeht und man muss Ruhe und Fachwissen auf dem Feld ausstrahlen, damit man überhaupt ernst genommen wird. Und umso jünger ein Schiedsrichter ist, desto mehr wird er ausgetestet, von den Spielern geprüft und gegebenenfalls kritisiert. Der schon erwähnte Herr Asmussen legt zurecht Wert darauf, dass unsere Schüler nicht nur tolle Spieler sind, sondern dass aus ihren Reihen auch verantwortungsvolle Schiedsrichter heranwachsen. Und sie pfeifen dann nicht nur hier bei uns, sondern durchaus auch kreisweit. Heute wollen wir zwei junge Schiedsrichter auszeichnen, die ja auch so etwas wie Streitschlichter in anstrengenden Situationen sein müssen. Wer sich für eine solche Aufgabe interessiert, ist natürlich bei Herrn Asmussen gerne gesehen und sollte sich mal vorstellen. Die beiden Schüler, die wir nun auszeichnen, haben uns als Schiedsrichter überzeugt und wir danken ihnen im Namen der gesamten ETS für ihren Einsatz: Bitte kommt hierher zu uns: Vielen Dank an Torge Hansen und Ricardo Gosewisch aus der 8d.

Bei unseren Pausen-Aufsichten werden wir Lehrkräfte schon seit Jahren von Schülerinnen und Schülern unterstützt. Das ist keine leichte Aufgabe, meistens macht man sich sogar unbeliebt. Da muss man ein dickes Fell haben und darf seinen Humor nicht verlieren. Die beiden Schüler, die ich nun zu uns bitte, haben beides. Wir Lehrerinnen und Lehrer hoffen immer, dass jemand, der eine solche Aufgabe übernimmt, für sich erlebt, dass Verantwortung auch etwas Gutes sein kann. Wir wünschen uns immer, dass diese Schüler auch in anderen Bereichen des Schullebens und im Umgang mit anderen erleben, dass man sich engagieren sollte. Manchmal muss man dabei noch den richtigen Ton lernen, manchmal muss man sich noch überlegen, wie werde ich von den anderen am besten ernst genommen. Die Aufsicht zu unterstützen, kann bedeuten, dass ich einen ersten Schritt gehe, in dieser Schule mehr zu zeigen als bisher. Vielleicht bin ich als Schüler manchmal noch zu albern, vielleicht habe ich noch nicht jedem gegenüber meinen Respekt gezeigt, aber durch so einen Job lerne ich es vielleicht besser. Setze ein Zeichen und sage: Ich will an dieser ETS einer sein, der mitmacht! Und wenn man mir Vertrauen schenkt, werde ich das zu schätzen wissen und damit richtig umgehen.
Heute danken wir zwei Jungen, die ihre Aufsichtsunterstützung gewissenhaft wahrgenommen haben. Überlegt euch, was ihr noch für diese Schule tun könntet. Ihr habt noch Zeit an dieser Schule, aber wir brauchen auch euch. Danke, dass ihr euch schon mal herausgewagt habt und den erwähnten ersten Schritt gegangen seid. Vielen Dank an Roland Doroci und Yannik Engel aus der 8c.

Teil 5
Ein großes Thema ist und bleibt die Ordnung und die Sauberkeit in unserer Schule. In unserem alten Gebäude hatten wir damit zeitweise große Probleme. Wir mussten schon befürchten, dass wir mittags eher wie eine Müllkippe aussehen als eine Schule. Das fanden nicht nur viele Lehrkräfte furchtbar, es gab auch viele Schülerinnen und Schüler die sich darüber zurecht beschwert haben. In unserem neuen Gebäude läuft es besser, aber auch nicht immer gut. In solchen Situationen macht uns das traurig. Wir haben ein so schönes Schulgebäude bekommen, modern und einladend ausgerichtet. Ihr seid der erste Jahrgang, der in diesem tollen Bau unterrichtet wird und manchmal denkt man mittags: Schade, dass es einigen so egal ist! Man wirft Müll einfach vom Tisch anstatt ihn in den Mülleimer zu bringen, man behandelt die Schuleinrichtung nicht immer sorgfältig, einige wissen nicht zu schätzen, wie schön sie es hier haben. Wenn Herr Harslem, der soviel für uns getan hat und daran beteiligt war, euch eine schöne Schule zu bauen, dann durch die Schule geht, muss das für ihn eine ständige Ohrfeige sein, wenn er Müllberge oder beschmierte Wände sieht. Und auch wir anderen finden das alles andere als toll. Es ist respektlos so mit der ETS umzugehen. Wir bitten euch noch einmal, mitzudenken, aufmerksamer zu sein. Nicht mittags gleich aus dem Klassenraum stürmen, sondern noch mal um sich herum schauen, ob man aus Versehen, Müll hinterlassen hat. Es ist doch nur ein Handgriff. Einige haben die Einstellung: Wieso? Dafür haben wir doch die Putzfrauen!
Nein, die Reinigungskräfte können es nicht schaffen, alle Müllberge zu beseitigen und euch die Schule sauber zu halten. Das ist schon eure eigene Sache, denn es ist eure Schule! Die Reinigungsfrauen sind nicht unsere Diener und ihre Arbeit ist auch schon so nicht immer leicht und außerdem nicht sehr gut bezahlt. Auch ihnen gegenüber ist es respektlos, einen Saustall zu hinterlassen.
Ich weiß, dass das ein Thema ist, das bei einigen ins eine Ohr reingeht und ins andere gleich wieder raus. Das bedeutet dann aber, dass wir Lehrer solches Verhalten wieder mehr und schärfer bestrafen müssten. Das tun wir nicht gerne – aber wir werden es tun, wenn es sein muss. Es ist doch viel schöner sich frei und unbeschwert in einer schönen und sauberen Schule zu bewegen. Arbeitet daran alle mit – es ist keine schwere Aufgabe! Umso beeindruckender ist es, wenn wir sehen, dass Schülerinnen und Schüler nach Schulschlussklingeln noch da bleiben und einfach mit anpacken, eben mal einen Papierknäuel aufheben und entsorgen, noch mal einen Blick werfen, ob man den Klassenraum so hinterlassen kann. Solche Schüler gibt es. Die möchten sich in ihrem Klassenraum wohlfühlen und packen eben noch mal kurz mit an. Man könnte sagen: Das müsste doch selbstverständlich sein! Dafür muss man doch keinen Schüler auszeichnen.

Doch! Das muss man! Es ist eben nicht selbstverständlich. Wir wollen heute einen Schüler ehren, der das macht. Man muss ihn gar nicht lange bitten, der sieht einfach, dass es so nicht geht. Er erwartet dafür keinen Dank oder eine besondere Erwähnung, er macht es eben einfach. Er macht das, was selbstverständlich und normal sein sollte. Andere machen das auch – und die meisten kriegen das gar nicht mit, weil es ihnen egal ist. Aber wie ich schon sagte, es ist nicht egal, es ist ganz wichtig – und es ist ein Einsatz für sich UND für andere. Er kann uns ein Vorbild sein.
Die Eider Treene Schule dankt diesem Schüler für seinen stillen Einsatz, für Ruhe und Ordnung in seinem Klassenraum: Vielen Dank, Melf Rohde aus der 7b.

Ihr habt heute gesehen, liebe Schülerinnen und Schüler, was uns an dieser Schule wichtig ist. Wir möchten, dass ihr diese Schule als eure Schule anseht. Ihr tragt für unser Miteinander wesentlich bei. Wenn ihr Respekt vor anderen zeigt, auch vor diesem Gebäude, wenn ihr möchtet, dass wir ein buntes, fröhliches und offenes Verhalten miteinander pflegen, wenn ihr gerne hier her kommen möchtet, dann brauchen wir Schülerinnen und Schüler, die etwas dafür tun. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die man tun kann, auch sie helfen uns weiter. Es ist nicht immer wichtig, dass du die beste Arbeit schreibst, es ist nicht immer wichtig, dass du alles kannst. Es ist auch nicht so schlimm, wenn man mal daneben gegriffen hat und man in Situationen versagt. Du musst nicht die größte Sportskanone sein oder ein Genie in Physik. Viel wichtiger ist unser Miteinander, dann ergeben sich vielleicht auch plötzlich ganz neue und andere Erfolge. Zeig, dass du hier bist. Zeig, dass dir diese Schule und die Menschen darinnen wichtig sind. Wir brauchen euren Einsatz – auch ohne Aufforderung von den Lehrkräften.
Noch einmal Dank an alle Ausgezeichneten!“

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